macmini

MacMini als Mediacenter? Der kleine Kerl ist dazu wie geschaffen. Was braucht man für Hardware und wie speichert man Audio und Video und wie bindet man den MacMini an die vorhandenen Geräte an? Das zeigen wir hier.

Ausstattung:

#Hardware
– Mac Mini der Bauart (05/2009) mit 500GB HDD und 2GB RAM für ca. 650 EUR
– LCD-TV oder Monitor mit HDMI-Anschluß
– Adapter MiniDV auf HDMI zum Anschluß des Mac Mini an den LCD-TV ca. 20 EUR
– Terratec Cinergy S USB (günstiger Satellitenreceiver für den Mac) ca. 70 EUR
– für HD-Empfang die Elgato EyeTV SAT ca. 199 EUR
– Elgato turbo.264 (zur Zeit für 20-30 EUR bei EBAY als nicht HD Version) nicht unbedingt notwendig, aber nett für die Geschwindigkeitsverbesserung bei Export und Wandeln

#Software
– Mac OS X 10.6 Snow Leopard (inkl. mit Mac Mini)
– EyeTV 3.2 (inkl. mit Terratec Cinergy S)
– Elgato Turbo.264 Software (klinkt sich nahtlos in EyeTV ein und wird dann einfach benutzt, wenn es gebraucht wird)

Verwendung, Anschluß und Medienverwaltung

Der Bequemlichkeit geschuldet, verwenden man als Speicher und Abspielprogramm für Musik und Filme iTunes und/oder Frontrow.

Hier unterscheidet man folgende Szenarien:
1. Filme von DVD auf der Festplatte
Wenn man die volle Auflösung der Filme haben möchte, kopiert man sie (Video_TS-Ordner) einfach auf die Festplatte in ein Verzeichnis oder erzeugt ein ISO-File von der DVD. Man kann auch nur den Hauptfilm aus der Ordnerstruktur herauslösen oder den Film komprimieren mit den jeweiligen Tonspuren und im iTunes ablegen. Hierzu findet man evtl. im Netz Tools, die man benutzen kann.
FrontRow findet alle Verzeichnisse und ISO, die in der Ordnerstruktur unter Filme abgelegt sind als Datei bzw. Verzeichnis oder aber als Alias, wenn man externe Speichermedien verwendet.

2. Filme vom Receiver aufgenommen
Filme mit EyeTV aufgenommen lassen sich per Knopfdruck in verschiedenen Formaten und Auflösungen exportieren. Am einfachsten ist die Auflösung „AppleTV“ – anschließend findet man die komprimierten Filme im iTunes sowie natürlich wie alle iTunes-Medien auch in FrontRow.

Kurze Randnotiz Ausgabe analoges Videosignal: die aktuellen 2009er Mac Minis unterstützen nicht mehr den Anschluß an einen Röhrenfernseher per Mini-DVI-S-Video-Adapter! Leider gibt die Nvidia Grafikkarte, die aktuell verbaut wird, kein Analogvideosignal mehr aus. Diese kleine aber wichtige Information findet sich leider nicht im AppleShop, in dem der Adapter immer noch erhältlich ist!
Mit den bis 2008 gebauten Mac Minis funktioniert dieser Anschluß noch vorzüglich.

Fazit

Ein neuerer Mac Mini braucht einen Flatscreen, dann am besten direkt über den im AppleShop verfügbaren Dr. Bott MiniDVI auf HDMI Adapter anschließen, da erspart man sich viel Kabelei und Ärger. Dafür ist er deutlich schneller im WLAN und hat mehr Rechengeschwindigkeit für „normale“ Aufgaben. Rein als Mediacenter reicht natürlich auch ein älterer Mac Mini, da eigentlich keine Leistung gefragt ist rein zum Abspielen von Audio / Video und das Encodieren bekommt man mit dem Turbo.264 entkoppelt von der CPU hin.

Vorteile
– klein
– leise (externes Netzteil, Festplatte ordentlich eingebaut)
– energiesparender als NAS (Netzwerkfestplatten) bei höherer Leistungsfähigkeit
– vielseitig: mit ordentlicher Auflösung kann man auch eMails etc bearbeiten, Fotos, Videos, DVD, Streaming, Online etc.
– Ausgang über S/PDIF optisch für Dolby Digital etc.
– fernsteuerbar über iPhone / iPodTouch
– 2009er Mini: WLAN mit N-Modus

Nachteile
– relativ kleine HD mit z.Zt. maximal 500GB
– Anschluß an 16:9 Röhren-TV geht nur mit Minis Bauart vor 2009, da hat man dann aber auch kein WLAN „N“, also nur langsamer

To be continued…

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