ToDo – GTD (Getting Things Done) oder einfach: das ultimative Tool für eine tägliche Aufgabenliste
Es gibt viele (sehr viele) Ansätze und Tools für iPhone, iPad und Mac, mit denen man seine täglichen und mittel-/lang-/irgendwiefristigen Aufgaben erfassen, überwachen und natürlich auch erledigen kann.
Die professionellsten Tools sind:
1. Things 2. OmniFocus 3. The Hit List
Nur mal so viel vorab – man sollte sich neben der Featureliste der Apps auch die Unternehmen ansehen, die solche Produkte herstellen. Hat man sich einmal für eins entschieden, wechselt man nur recht mühsam zum anderen Produkt.
An und für sich sind die beiden ersten sehr okay. Things – da es mit iPhone und iPad gut synct, recht übersichtlich ist und man schnell damit klarkommt. Die Tagesliste ist von allen am übersichtlichsten, aber: Es gibt keine „Unteraufgaben", d. h. jede Aufgabe steht für sich da. Im Gegensatz zu den beiden anderen kann man keine eingerückt dargestellten und zum Haupttask gehörenden Erledigungen formulieren.
Ein weiterer Nachteil für sicherheitsbewusste Webarbeiter: Mit Version 2 (8/2012) kann man nur noch über die Things/Cultured-Code-eigene Cloud syncen. Natürlich mit https. Aber wie die Daten dort gehalten werden – auf welchen Servern, wie geschützt, wie gesichert und mit welchen Mitarbeiterbefugnissen erreichbar –, dazu gibt es keine detaillierte Auskunft. Da hilft auch ein Statement nicht viel weiter… Das betrifft aber nicht nur Things/Cultured Code, sondern auch Apple mit iCloud und alle anderen Anbieter einer cloudbasierten Synchronisierung.
Weiterhin fragt man sich, warum die bereits seit Jahren in die Oberfläche eingearbeiteten Features für die Verteilung der Aufgaben auf Personen und Gruppen nur in diesem Ansatz ihr Dasein fristen und nicht umgesetzt werden. Fehlt es an Programmierpower?
Wer damit leben kann, ist mit der einfachen Taskverwaltung gut bedient, die iOS-Apps sind übersichtlich und einfach zu bedienen, die iPad-Lösung durchdacht und angenehm.
The Hit List war von Anfang an das Tool der Wahl – durch solch simple Sachen wie Unteraufgaben (das kann Things nicht!) und eine wunderbar einfache und wundervoll klare Struktur.
Das No-Go kam durch monatelanges (jahrelanges?) Verschwinden bzw. Schweigen des Programmierers, und dann kam endlich die jahrelang ersehnte iPhone-App – mit einer kostenpflichtigen eigenen Cloud! Schade drum. Sehr schade. Aber komplexe ToDo-Listen erstellen und auch als Handout drucken ist mit der Mac-App wunderbar einfach möglich – wer auf iOS verzichten will, für den ist diese App die erste Wahl!
Nachdem man (vielleicht auch aus Kostengründen) diese beiden Tools ausprobiert hat (na gut – Things kostet leider schon etwas zu viel für die Leistung) und von ihnen enttäuscht wurde, landet man selbstverständlich bei: Omnifocus.
Am Anfang etwas unübersichtlicher und mit vielen Features versehen, die man sich genauer ansehen muss – aber: Das Geld lohnt sich. Gute Struktur wie bei THL. Und Synchronisieren mit den sehr übersichtlichen und durchdachten Apps für iPhone und iPad? Wie man lustig ist: WebDAV, Cloud, Ordner auf einem Mac oder einfach über Bonjour im eigenen LAN. Hallelujah! Warum machen das die anderen nicht? Die Antwort ist wohl einfach – zu wenig Codingpower könnte man annehmen, wenn man sich die Dauer der Umsetzung aller Features ansieht. Diese Power fehlt der Omnigroup wahrlich nicht, und dass sie etwas können, ist mit allen anderen Produkten wie Omnigraffle oder den PM-Tools allein bewiesen.
Und wieder bewahrheitet sich: Wer billig kauft, kauft teuer. Die Tools genau anschauen, je nach Grad der eigenen Datenparanoia den Synchronisierungsweg wählen, und damit sind die meisten bestimmt bei Omnifocus.